{"id":651,"date":"2017-11-25T16:06:35","date_gmt":"2017-11-25T15:06:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/?p=651"},"modified":"2017-12-18T16:03:51","modified_gmt":"2017-12-18T15:03:51","slug":"philosophische-gedanken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/2017\/11\/25\/philosophische-gedanken\/","title":{"rendered":"Philosophische Gedanken"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-651\" class=\"panel-layout\">\n<div id=\"pg-651-0\" class=\"panel-grid panel-no-style\">\n<div id=\"pgc-651-0-0\" class=\"panel-grid-cell\" data-weight=\"1\">\n<div id=\"panel-651-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child\" data-index=\"0\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<p>Quelle: Richard David Precht: &#8222;Erkenne Dich selbst&#8220; Eine Geschichte der Philosophie Band I \/ Goldmann 2016<\/p>\n<h2><span style=\"font-weight: 400;\">Tugenden &#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aristoteles\">Aristoteles<\/a><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-653 alignright\" src=\"http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/220px-Aristotle_Altemps_Inv8575.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"160\" \/>Tugenden sind niemals absolut, sondern immer graduell. Man handelt gut, wenn man tapfer ist, und man handelt gut, wenn man weise ist. Das Gute kann aber durchaus miteinander in Konflikt geraten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">So kann es weise sein, in einer bestimmten Situation besser nicht tapfer zu sein, etwa wenn die Tapferkeit nutzlos ist und nur ein unn\u00f6tiges Selbstopfer. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Freigebigkeit ist ohne Zweifel eine gute Sache, aber zu freigebig zu sein macht mich zum leichtsinnigen Verschwender.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">So ist es in der Theorie richtig, die Wahrheit zu sagen. Doch es gibt Umst\u00e4nde im Leben, in denen es ratsam ist zu l\u00fcgen, zum Beispiel um einen geliebten Menschen vor Unrecht oder Gefahr zu sch\u00fctzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und nat\u00fcrlich soll man nicht t\u00f6ten &#8211; au\u00dfer vielleicht um jemanden zu retten, in Notwehr oder in einem Krieg.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Empathie ist gut, darf aber nicht zur Selbstaufgabe f\u00fchren.<\/span><\/p>\n<h2><span style=\"font-weight: 400;\">Hedonismus &#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Epikur\">Epikur<\/a><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400; color: #008000;\">Pearl S. Buck sagte: \u201cViele Menschen vers\u00e4umen das kleine Gl\u00fcck, w\u00e4hrend sie auf das gro\u00dfe vergebens warten\u201d.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-652 alignleft\" src=\"http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-25-15_58_38-Epikur-\u2013-Wikipedia-\u2013-Opera.jpg\" alt=\"\" width=\"127\" height=\"166\" \/>Epikurs Lehre ist keine Philosophie der Lustgewinnung, sondern eine der Leidvermeidung. Was, so fragt er, beeintr\u00e4chtigt uns, ein entspanntes, gelassenes Leben zu f\u00fchren?<\/span><\/p>\n<p>Es ist der Schmerz, hervorgerufen durch k\u00f6rperliche und seelische Entbehrungen und Sorgen. Wir f\u00fchlen Schmerz, wenn wir hungern und d\u00fcrsten, und wir leiden durch \u00c4ngste und Sorgen. Essen und Trinken, Freude und Fr\u00f6hlichkeit dagegen bereiten uns Lust, weil sie das Leiden verhindern oder abstellen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Viel Leid wird aber auch dadurch hervorgerufen, dass wir Dinge begehren, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Epikurs Lust ist bescheiden:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nicht die Intensit\u00e4t des Genusses reizt ihn, sondern ihre Stetigkeit.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span style=\"font-weight: 400;\">Tetrapharmakon Epikurs<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine richtige Philosophie wirkt wie ein Antibiotikum gegen die vielen Entz\u00fcndungsgefahren des Lebens.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Gegen die Gottesfurcht hilft das Wissen, dass das menschliche Leben den G\u00f6ttern v\u00f6llig gleichg\u00fcltig ist.<\/span><\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Gegen den Tod hilft die Einsicht, dass er f\u00fcr den Menschen ja ohnehin nicht erfahrbar ist. Alles, was uns bewegt, erfahren wir durch unsere Sinne. Da aber der Tod das Ende der Sinnlichkeit ist, warum sollte uns dieser Zustand \u00e4ngstigen?<br \/>\n<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Gegen die Begierden und Leidenschaften hilft die pr\u00e4zise Unterscheidung zwischen dem, was tats\u00e4chlich nat\u00fcrlich und notwendig ist, und dem, wonach wir v\u00f6llig unn\u00f6tig und fehlgeleitet streben. Welcher entspannte Mensch braucht schon allzuviel Sex? Wer muss unbedingt Fleisch essen? Und wer ben\u00f6tigt materiellen Reichtum?<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Tats\u00e4chlich reich wird man nicht dadurch, dass man seinen Besitz mehrt, sondern dadurch, dass man seine W\u00fcnsche verringert.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"> Ein Reichtum, der keine Grenze hat, ist eine gro\u00dfe Armut.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Klugheit ist wertvoller als Philosophie; aus ihr gehen alle \u00fcbrigen Tugenden hervor: Sie lehrt, dass es kein lustvolles Leben gibt, ohne klug, gut und gerecht zu leben, &#8211; und kein kluges, gutes und gerechtes Leben, ohne lustvoll zu leben.<\/span><\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ren\u00e9_Descartes\"><strong>Descartes<\/strong><\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-656\" src=\"http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-25-16_12_53-Ren\u00e9-Descartes-\u2013-Wikipedia-\u2013-Opera.jpg\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"141\" \/><\/h2>\n<p>[Wikipedia]<\/p>\n<p>1637 publizierte Descartes im holl\u00e4ndischen\u00a0<a title=\"Leiden (Stadt)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leiden_(Stadt)\">Leiden<\/a>\u00a0anonym seinen\u00a0<i><a title=\"Discours de la m\u00e9thode\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Discours_de_la_m%C3%A9thode\">Discours de la m\u00e9thode<\/a>pour bien conduire sa raison et chercher la v\u00e9rit\u00e9 dans les sciences, plus la Dioptrique, les M\u00e9t\u00e9ores et la G\u00e9om\u00e9trie qui sont des essais de cette m\u00e9thode<\/i>\u00a0(deutscher Titel:\u00a0<i>Abhandlung \u00fcber die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung<\/i>), w\u00f6rtlich: \u201eAbhandlung \u00fcber die Methode, seine Vernunft gut zu gebrauchen und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen, dazu die\u00a0<a class=\"mw-redirect\" title=\"Lichtbrechung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lichtbrechung\">Lichtbrechung<\/a>, die\u00a0<a title=\"Meteor\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meteor\">Meteore<\/a>\u00a0und die\u00a0<a title=\"Geometrie\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geometrie\">Geometrie<\/a>\u00a0als Versuchsanwendungen dieser Methode\u201c. Der als popul\u00e4rwissenschaftliches Werk auf hohem Niveau angelegte\u00a0<i>Discours de la m\u00e9thode<\/i>, wurde langfristig Descartes\u2019 wirksamstes Buch.<\/p>\n<p>Kernpunkte des\u00a0<i>Discours<\/i>\u00a0sind:<\/p>\n<ul>\n<li>eine\u00a0<i><a title=\"Erkenntnistheorie\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erkenntnistheorie\">Erkenntnistheorie<\/a><\/i>, die nur das als richtig akzeptiert, was durch die eigene schrittweise\u00a0<a title=\"Analyse\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Analyse\">Analyse<\/a>\u00a0und logische\u00a0<a title=\"Reflexion (Philosophie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reflexion_(Philosophie)\">Reflexion<\/a>\u00a0als plausibel verifiziert wird,<\/li>\n<li>eine\u00a0<i><a title=\"Ethik\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ethik\">Ethik<\/a><\/i>, gem\u00e4\u00df der das Individuum sich im Sinne bew\u00e4hrter gesellschaftlicher Konventionen pflichtbewusst und moralisch zu verhalten hat,<\/li>\n<li>eine\u00a0<i><a title=\"Metaphysik\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Metaphysik\">Metaphysik<\/a><\/i>, die zwar (durch logischen Beweis) die Existenz eines vollkommenen Sch\u00f6pfer-Gottes annimmt, aber kirchenartigen Institutionen wenig Raum l\u00e4sst,<\/li>\n<li>eine\u00a0<i><a title=\"Physik\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Physik\">Physik<\/a><\/i>, die die Natur als durch zwar gottgegebene, aber allgemein g\u00fcltige Gesetze geregelt betrachtet und dem Menschen ihre rationale Erkl\u00e4rung und damit letztlich ihre Beherrschung zur Aufgabe macht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch die n\u00e4chsten Werke von Descartes l\u00f6sten in Fachkreisen intensive Diskussion aus und waren langfristig wirksam:<\/p>\n<ul>\n<li>Zun\u00e4chst lateinisch gedruckt wurden 1641 in Paris die\u00a0<i><a title=\"Meditationes de prima philosophia\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meditationes_de_prima_philosophia\">M\u00e9ditations sur la philosophie premi\u00e8re<\/a>, dans laquelle sont d\u00e9montr\u00e9es l\u2019existence de Dieu et l\u2019immortalit\u00e9 de l\u2019\u00e2me<\/i>\u00a0(so der Titel einer franz\u00f6sischen \u00dcbersetzung von 1647; dt. \u201eMeditationen \u00fcber die Erste Philosophie, in der die\u00a0<a title=\"Gott\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gott#Existenz_Gottes\">Existenz Gottes<\/a>\u00a0und die Unsterblichkeit der Seele bewiesen wird\u201c). Die zweite Auflage 1642 in Amsterdam erschien mit ge\u00e4ndertem Untertitel, \u201edenn ich kann nicht beweisen, dass Gott die Seele nicht vernichten k\u00f6nnte, sondern nur, dass sie von v\u00f6llig anderer Natur als der K\u00f6rper ist und nicht mit dem K\u00f6rper stirbt\u201c (Brief an Marin Mersenne vom 24. Dezember 1640). Der Untertitel lautete nun:\u00a0<i><a title=\"Meditationes de prima philosophia\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meditationes_de_prima_philosophia\">M\u00e9ditations sur la philosophie premi\u00e8re<\/a>, dans laquelle sont d\u00e9montr\u00e9es l\u2019existence de Dieu et la distinction de l\u2019\u00e2me et du corps<\/i>\u00a0(dt. \u201eMeditationen \u00fcber die Erste Philosophie, in der die Existenz Gottes und der Unterschied zwischen Seele und K\u00f6rper bewiesen wird\u201c).<\/li>\n<li>Ebenfalls erst nachtr\u00e4glich ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzt wurde die Schrift\u00a0<i>Principia philosophiae<\/i>\u00a0(\u201eGrundlagen der Philosophie\u201c, 1644).<\/li>\n<\/ul>\n<h2><\/h2>\n<h2>Gottfried Wilhelm <strong>Leibniz<\/strong>\u00a0\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-657\" src=\"http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-25-16_12_07-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-\u2013-Wikipedia-\u2013-Opera.jpg\" alt=\"\" width=\"117\" height=\"155\" \/>&#8230;..<\/h2>\n<p>Historisches Museum in Hannover am Hohen Ufer bei Nacht.\u00a0 [alles Wikipedia]<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-696 alignleft\" src=\"http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-27-09_53_06-Historisches-Museum-Hannover-Nacht-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-\u2013-Wikipedia-\u2013-Ope-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-27-09_53_06-Historisches-Museum-Hannover-Nacht-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-\u2013-Wikipedia-\u2013-Ope-300x203.jpg 300w, http:\/\/www.bcsberlin.com\/whitebird\/BCSblog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/2017-11-27-09_53_06-Historisches-Museum-Hannover-Nacht-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-\u2013-Wikipedia-\u2013-Ope.jpg 727w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Das Zitat von Gottfried Wilhelm Leibniz, welches am Geb\u00e4ude leuchtet, lautet:<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #0000ff;\"><em> \u201eEs gibt nicht \u00d6des, nichts Unfruchtbares, nichts Totes in der Welt, kein Chaos, keine Verwirrung, au\u00dfer einer Scheinbaren, ungef\u00e4hr wie sie in einem Teiche zu herrschen schiene wenn man aus einiger Entfernung eine verworrene Bewegung und sozusagen ein Gewimmel von Fischen s\u00e4he, ohne die Fische selbst zu unterscheiden.\u201c<\/em><\/span><\/strong><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h4><span id=\"Letzter_Universalgelehrter\" class=\"mw-headline\">Letzter Universalgelehrter<\/span><\/h4>\n<p>Leibniz sagte \u00fcber sich selbst: \u201eBeim Erwachen hatte ich schon so viele Einf\u00e4lle, dass der Tag nicht ausreichte, um sie niederzuschreiben.\u201c Er z\u00e4hlt zur\u00a0<a title=\"Fr\u00fchaufkl\u00e4rung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fr%C3%BChaufkl%C3%A4rung\">Fr\u00fchaufkl\u00e4rung<\/a>\u00a0und wird oft als letzter\u00a0<a title=\"Universalgelehrter\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Universalgelehrter\">Universalgelehrter<\/a>\u00a0bezeichnet. Er hatte einen starken Einfluss auf die nachfolgenden\u00a0<a class=\"mw-redirect\" title=\"Aufkl\u00e4rer (Zeitalter der Aufkl\u00e4rung)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aufkl%C3%A4rer_(Zeitalter_der_Aufkl%C3%A4rung)\">Aufkl\u00e4rer<\/a>, die klassische deutsche Philosophie, den deutschen\u00a0<a title=\"Idealismus\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Idealismus\">Idealismus<\/a>\u00a0und die Literatur der Klassik. Seine Entdeckungen in den Naturwissenschaften und seine philosophischen und historischen Schriften werden bis heute von Gelehrten in aller Welt zu Rate gezogen. Er repr\u00e4sentierte als letzter gro\u00dfer Denker die vor dem 18.\u00a0Jahrhundert praktizierte Wissenschaft der vielf\u00e4ltigen Verkn\u00fcpfung und des Analysierens der Zusammenh\u00e4nge.<\/p>\n<p>Einige seiner Forschungsergebnisse und Initiativen waren:<\/p>\n<ul>\n<li>Beschreibung des\u00a0<a title=\"Dualsystem\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dualsystem\">Dualsystems<\/a><\/li>\n<li>Entwicklung der\u00a0<a title=\"Dezimalklassifikation\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dezimalklassifikation\">Dezimalklassifikation<\/a><\/li>\n<li>Pl\u00e4ne f\u00fcr ein\u00a0<a title=\"U-Boot\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/U-Boot\">Unterseeboot<\/a><\/li>\n<li>Verbesserung der Technik von\u00a0<a title=\"T\u00fcrschloss\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrschloss\">T\u00fcrschl\u00f6ssern<\/a><\/li>\n<li>Ger\u00e4t zur Bestimmung der\u00a0<a title=\"Windgeschwindigkeit\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Windgeschwindigkeit\">Windgeschwindigkeit<\/a><\/li>\n<li>Rat an \u00c4rzte zur regelm\u00e4\u00dfigen\u00a0<a title=\"Fieber\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fieber#Messung_der_K.C3.B6rpertemperatur\">Fiebermessung<\/a><\/li>\n<li>Gr\u00fcndung einer\u00a0<a class=\"mw-redirect\" title=\"Witwe\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Witwe\">Witwen<\/a>&#8211; und\u00a0<a title=\"Waise\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waise\">Waisenkasse<\/a><\/li>\n<li>Beweis f\u00fcr das\u00a0<a title=\"Das Unbewusste\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Unbewusste\">Unbewusste<\/a>\u00a0des Menschen<\/li>\n<li><a title=\"Infinitesimalrechnung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Infinitesimalrechnung\">Infinitesimalrechnung<\/a>\u00a0(Integralrechnung und Differentialrechnung)<\/li>\n<li><a title=\"Matrix (Mathematik)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matrix_(Mathematik)\">Matrizen<\/a>\u00a0und\u00a0<a title=\"Determinante\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Determinante\">Determinanten<\/a><\/li>\n<li>Erfindung der\u00a0<a title=\"Staffelwalze\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Staffelwalze\">Staffelwalze<\/a>\u00a0f\u00fcr eine\u00a0<a title=\"Rechenmaschine\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rechenmaschine\">mechanische Rechenmaschine<\/a><\/li>\n<li>Entwicklung der\u00a0<a title=\"Kette\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kette\">Endloskette<\/a>\u00a0zur Erzf\u00f6rderung im\u00a0<a title=\"Bergbau\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bergbau\">Bergbau<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4><span id=\"Beste_aller_m.C3.B6glichen_Welten\" class=\"mw-headline\">Beste aller m\u00f6glichen Welten<\/span><\/h4>\n<p>Der ber\u00fchmte Satz von der \u201ebesten aller m\u00f6glichen Welten\u201c ist oft missverstanden worden. Die Idee der \u201e<a title=\"Die beste aller m\u00f6glichen Welten\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_beste_aller_m%C3%B6glichen_Welten\">besten aller m\u00f6glichen Welten<\/a>\u201c soll nicht in naiver Weise tats\u00e4chliches und gro\u00dfes \u00dcbel in der Welt leugnen oder sch\u00f6nreden.<\/p>\n<blockquote><p>Vielmehr weist Leibniz auf einen notwendigen Zusammenhang zwischen Gutem und \u00dcblem hin: Es gebe n\u00e4mlich Gutes, das nur zum Preis der Existenz von \u00dcbel zu haben ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die wirkliche Welt ist die beste u.\u00a0a. in dem Sinne, dass das Gute in ihr auch von Gott nicht mit einem geringeren Ma\u00df an \u00dcbel verwirklicht werden kann. Au\u00dferdem ist die\u00a0<i>\u201ebeste aller m\u00f6glichen Welten\u201c<\/i>\u00a0dynamisch gedacht: Nicht der derzeitige Zustand der Welt ist der bestm\u00f6gliche, sondern die Welt mit ihrem Entwicklungspotential ist die beste aller m\u00f6glichen Welten.<\/p>\n<p>Gott hat unter allen m\u00f6glichen Welten die beste geschaffen. Da er allm\u00e4chtig, allwissend und allg\u00fctig ist, musste er das auch. Die in der Welt vorkommenden\u00a0<a title=\"Das \u00dcbel\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_%C3%9Cbel\">\u00dcbel<\/a>\u00a0stehen dem nicht entgegen. Leibniz unterscheidet sie nach drei Typen<sup id=\"cite_ref-18\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gottfried_Wilhelm_Leibniz#cite_note-18\">[18]<\/a><\/sup>:<\/p>\n<dl>\n<dd>1. Metaphysisches \u00dcbel<\/dd>\n<dd>Das metaphysische \u00dcbel bzw. Elend besteht in der Endlichkeit der Welt. Dieses w\u00e4re wohl nicht zu vermeiden, wenn Gott eine perfekte Welt schaffen wollte.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dd>2.\u00a0<a title=\"Malum physicum\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Malum_physicum\">Physisches \u00dcbel<\/a><\/dd>\n<dd>Leiden und Schmerzen gehen mit einer gewissen\u00a0<a title=\"Notwendigkeit\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Notwendigkeit\">Notwendigkeit<\/a>\u00a0aus dem metaphysischen \u00dcbel hervor, da geschaffene Wesen zwangsl\u00e4ufig unvollkommen sind.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dd>3. Moralisches \u00dcbel<\/dd>\n<dd>Ein geschaffenes Wesen hat die M\u00f6glichkeit zu fehlen bzw. theologisch formuliert zu s\u00fcndigen, da Gott ihm die Gabe der\u00a0<a title=\"Freiheit\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freiheit\">Freiheit<\/a>\u00a0verliehen hat.<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"pg-651-1\" class=\"panel-grid panel-has-style\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:&quot;612&quot;,&quot;background_display&quot;:&quot;parallax&quot;,&quot;cell_alignment&quot;:&quot;flex-start&quot;}\">\n<div class=\"panel-row-style panel-row-style-for-651-1\" data-siteorigin-parallax=\"{&quot;backgroundUrl&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.bcsberlin.com\\\/whitebird\\\/BCSblog\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2017\\\/11\\\/2017-11-01-12_27_23-Porto-Koufo-Beach-Google-Maps.png&quot;,&quot;backgroundSize&quot;:[1070,878],&quot;backgroundSizing&quot;:&quot;scaled&quot;,&quot;limitMotion&quot;:&quot;auto&quot;}\">\n<div id=\"pgc-651-1-0\" class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" data-style=\"{&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;,&quot;vertical_alignment&quot;:&quot;auto&quot;}\" data-weight=\"0.333333333333\"><\/div>\n<div id=\"pgc-651-1-1\" class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty panel-grid-cell-mobile-last\" data-style=\"{&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;,&quot;vertical_alignment&quot;:&quot;auto&quot;}\" data-weight=\"0.333333333333\"><\/div>\n<div id=\"pgc-651-1-2\" class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" data-style=\"{&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;,&quot;vertical_alignment&quot;:&quot;auto&quot;}\" data-weight=\"0.333333333333\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Richard David Precht: &#8222;Erkenne Dich selbst&#8220; Eine Geschichte der Philosophie Band I \/ Goldmann 2016 Tugenden &#8211; Aristoteles Tugenden sind niemals absolut, sondern immer graduell. Man handelt gut, wenn man tapfer ist, und man handelt gut, wenn man weise ist. Das Gute kann aber durchaus miteinander in Konflikt geraten. 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