IT Künstliche Intelligenz

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IT Künstliche Intelligenz

Bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends wurde ich in der IT mit KI konfrontiert. Die Euphorie war groß.

Viele Jahre und viele neuronale Netze später machte sich Ernüchterung breit. An Beatles Texten (Hard Days Night), die ins Deutsche  übertragen werden sollten scheiterten die meisten Programme.

“I was working like a log” daraus wurde “Ich arbeitete wie ein Holzklotz”.

Das wurde überwunden, nun gab es Schachcomputer, die sogar Weltmeister schlagen konnten. Dann stellte sich aber heraus, dass es meist mit “Brute Force”-Methoden bearbeitet wurde. Der Automat bekam über fünfzigtausend Schachpartien eingespeist und natürlich sämtliche seines nächsten Gegners. Der Gegner sah aber nur sehr wenige oder gar keine des potentiellen Computer-Kontrahenten.Gut - ein olympischer Gewichtheber kann gegen einen Gabelstapler auch nicht gewinnen. Aber das ist keine Intelligenz!

Immer mehr stellte sich heraus, das wirklich intelligente Systeme so etwas wie Weltwissen benötigen. Bei der unendlichen Mehrdeutigkeit von Sprache wird das schnell klar.

Menschliche Systeme brauchen so etwa 20 Jahre, um programmiert zu werden. Durch die Mutter, die Umwelt usw. Die Datenmenge ist immens. Da muss Big-Data erst einmal mitkommen.

Jetzt haben wir ja selbstlernende Systeme, die also Ihre Fähigkeiten selbstständig und autonom verbessern können. Fehleranfällig bleiben Sie weiterhin, denn fehlerfreie Software herzustellen ist schlechterdings unmöglich. Wie viele Updates auf Ihr Smartphone bekommen sie den jeden denn Tag so? Die Codes umfassen oft zehntausen Zeilen, ein Komma an der falschen Stelle z.B. in einem Java Programm kann fatale Auswirkungen haben. Ich weiß wovon ich spreche, da ich viele Jahre solche Fehler gesucht habe. Und Software-Test ist sehr teuer.

Dann gibt es das Internet der Dinge, also viele kleine Geräte, die billig sind und über eine bescheidene Intelligenz verfügen,  aber in der Masse vernetzt sind und für uns arbeiten sollen

Vielleicht arbeiten sie aber auch gegen uns, oder kontraproduktiv. Denn dadurch dass sie billig sein müssen, werden sie unzureichend getestet und Sicherheitslücken können gar nicht zeitnah gestopft werden und sie laufen Amok.

Niemand korrigiert sie, man muss sie einfach wegwerfen und neue kaufen.

Dies soll natürlich keine Technologiekritik sein, vielmehr jedoch auf die logistischen und technischen Probleme hinweisen.

Bei den “intelligenten Häusern” in Kalifornien geht dann nachts um 2 Uhr das Licht an und die Musik auf volle Lautstärke, weil ein Hacker in China mal wieder eine Lücke entdeckt hat.

Roboter führen automatische Portscans durch und finden diese Lücken für den Hacker. Auch in Wasserwerken sind solche Lücken schon gefunden worden.

Nun werden Sie einwenden, dass große Systeme in den sogenannten “Demilitarisierten Zonen” stehen - sprich zwischen mehreren dicken Firewalls. Die sind dann zwar nicht so leicht angreifbar, die Fehler aber, die die Programmierer einbauen sind trotzdem da.

Mal ganz abgesehen von der Eigendynamik, die selbstlernende Systeme entwickeln können. [I Robot]

Ab einer gewissen Komplexität ist ein Test und eine Qualitätskontrolle einfach unmöglich.

Die Evolution war niemals zielgerichtet sondern stochastisch und das braucht Zeit.

Ich will nicht, dass mein Kühlschrank andauernd Sauerkraut bestellt nur weil ich das einmal gern gegessen habe.

weiter mit Disput/Berlin

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