Musik lesen und spielen

Ich kam über viele Umwege zur Musik. Als Kind mussten wir immer zu Weihnachten auf der Blockflöte spielen,
manchmal war diese Hausmusik schön aber mit zunehmendem Alter dann nicht mehr.

Fasziniert haben mich immer Hammond Orgeln, also beschloss ich als Elektroniker eine Dr. Böhm Orgel zu bauen. Das war ein großer Erfolg
selbst meine Eltern in Detmold haben beide darauf gespielt, aber alles nur autodidaktisch.

Nun lebte ich aber in Berlin und die Eltern wollten die Orgel nicht hergeben – also baute ich nochmals Dr. Böhm – Zweimanualig mit Pedalen. Über eintausend Lötstellen weiter und mehreren Ehekrisen wegen des immensen Zeitaufwandes stand sie nun da – mit Schlagzeug, Begleitautomatik, fast 30 Chören. Spielen konnte ich aber immer noch nicht richtig. Na ja Hänschen klein und so.

Die vielen Noten („Zu viele Töne, sagte der Hof-Kapellmeister zu dem jungen Mozart“ [aus AMADEUS]) – also diese Noten waren ja so etwas von abschreckend. Die bbbs und Kreuze ### waren ein einziges Kreuz. Nichts liegt mir ferner, als einen Vergleich mit Mozart herzustellen, ich fand nur den Spruch in dem Film von Milos Forman gut.

Über etwas Schrammelmusik kam ich also nicht hinaus. Nun kam auch noch das Klavier meiner Schwiegermutter ins Haus. Als Opernsängerin hat sie damit Begleitung für ihre Proben erfahren. Rudi spielte die Begleitung – meine Schwiegermama sang.

Immer, wenn ich die beiden Instrumente sah, dachte ich: „Jetzt steht das hier herum und keiner spielt drauf“. Zeitgleich gab es von einer jungen Dame die Empfehlung, es doch einmal mit Duncan Lorien zu versuchen. Seminar „Musik Lesen und Spielen“.

Duncan ist so etwa ein kleines rundliches „Enfant Terrible“ – – nein!!  ein wirklich begnadeter Didaktiker in Sachen Musik (aus Scotland). Er entzündet das Feuer bei Menschen, die Musik lieben.
In seinem Seminar zusamen mit Organisator Bernd Jäger und Übersetzer Alex lernen wir an einem Wochenende

  • Noten lesen
  • Rhythmus
  • Lesen und Spielen
  • die totale Vereinfachung der Musiklehre (ohne Quintenzirkel etc.)
  • dass die Regeln – fast mathematischer Natur – auch auf andere Instrumente anwendbar sind
  • und am dritten Tag (heute) das selbstständig spielen eines kleinen Stückes von J.S.Bach

Einfach unglaublich, aber es funktioniert!!

….,Zum Schluss gibt es Duncans Übungsbuch für die nächsten 100 Tage; 10 Minuten jeden Tag. Also gilt auch hier: Nur mit Übung kommst Du voran und dann ist es auch keine Zauberei mehr, aber eine totale Vereinfachung und Erleichterung des Lernprozesses.


 

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