Politik verstehen

1. Das größte Risiko sind nicht die Flüchtlinge sondern die Schere zwischen Arm und Reich

[Narrativ, die schönen afrikanischen Frauen mit ihren wunderbaren Kleidern]

Ich muss vorausschicken, dass ich nicht unbedingt ein Fan von Sahra bin, aber wo sie Recht hat hat sie recht. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. In Allen Ländern.
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.   [
Albert Einstein]

[kein Zitat]    Wenn Europa landwirtschaftliche Produkte nach Afrika exportiert, wird dort die heimische Wirtschaft zerstört. Wenn hitech Fischreiflotten vor dem Senegal mit EU Förderung die Meere leerfischen kommen die Fischer eben zu uns. Wenn gebrauchte Kleidung aus unserer Überflussgesellschaft nach Afrika gebracht wird, werden auch die dortigen Schneider arbeitslos.

Wenn europäische Firmen radioktiven Abfall vor Somalia ins Meer kippen, weil es dort keinen Staat gibt, so ist das verbrecherisch. Auch Somalier und Eritreer kommen dann zu uns.

Die Europäer sagen, wir haben doch Fischereilizenzen gekauft, muss man fragen bei wem denn? Hatte das Parlament oder die Bevölkerung ein Mitspracherecht? Nein – es ist eine Form von Korruption mit großen Mengen Geld diese Lizenzen von den Diktatoren dort zu bekommen.

Ebendiese Diktatoren – teilweise 16 Jahre und mehr an der Macht – sind nur froh, wenn die Opposition nach Europa auswandert.

Die europäische Politik muss grundlegend reformiert werden.

Je größer die Vermögensunterschiede zwischen Arm und Reich sind, je höher steigt das Potential für Krisen in der Welt. Warum unterstützen wir Saudi Arabien? Dieses Land gibt Geld für den IS und führt Stellvertreterkriege im ganzen Nahen Osten. Das Ölzeitalter geht ohnehin zu Ende.

2. Nachhaltiges Management ist dringend erforderlich.

Schon Willy Brand hat damals für einen Nord-Süd Ausgleich plädiert. Fördern wir den afrikanischen Kontinent durch faire Handelsbeziehungen müssen wir nachher nicht die Schäden durch Migration reparieren.

Es gibt so viele Chancen auf diesem Kontinent, die wir einfach ungenutzt lassen. Erst, wenn in diesen Ländern ein Wirtschaftswachstum erzeugt wird, kaufen Sie auch unsere Produkte und Beratungsleistungen.

Die Arbeitslosigkeit in Angola ist geringer als in Portugal. Oder ist es das Wachstum oder was? Jedenfalls gehen portugiesen nach Angola um dort zu arbeiten.

Menschen sind wichtiger als tote Gegenstände.

Bei einem Autounfall sorge ich mich um die Menschen und nicht um das kaputte Auto. Ein Auto ist ersetzbar, ein Mensch nicht.

Alles hängt mit allem zusammen. Ein Mensch hat als Erwachsener eine lange Ausbildung hinter sich, die manchmal sogar ein Jahrzehnt dauert. Im weiteren Leben lernt der Mensch ständig dazu, fachlich – emotional und erhöht damit sein Potenzial, wie ein Diamant, der Tausende von Jahre braucht um zu dem Wert zu werden.

Investieren wir in die weltweite Bildung. So ist das ein unschätzbarer Wert.
Ein Mensch der nur von der Gier getrieben Vermögen zusammenrafft wird dadurch nicht glücklich.

Er kann dann Kaviar und Austern statt Margarine essen – so what?
Ein Kinderlachen bringt Glück in die Welt, ein Kind was Lesen und Schreiben lernt kann andere später andere lehren einen guten Beruf zu erlernen und die Welt zu gestalten.

3. Ich bin Europäer
Juncker-Plan und Investitionsoffensive.
Quelle: DER SPIEGEL 3/2017 Seite 60ff

290 000 kleine und mittelständische Unternehmen haben Kredite bekommen und damit 100 000 Arbeitsplätze geschaffen.

In Sachsen wo die Europabegeisterung jedes Jahr geringer wird gibt es 5753 europäisch geförderte Projekte vom Friseurbetrieb bis zu Softwareunternehmen. Zuschüsse aus Europa von 110 € bis 250.000 €.

Im Jahre 2010 glaubten noch 53% der Sachsen, die EU habe eher Vorteile für sie. Jetzt glauben es nur noch 33%. Wie kann das sein?

Es gibt offenbar eine kollektive psychische Sperre, Geld aus Europa gut zu finden.

Allein in München gibt es Projekte im zweistelligen Millionenbereich, z.B. „BIWAQ“ für benachteiligte Stadtviertel oder „guide“ für die Existenzgründung von Frauen oder „power-m“ für die Arbeitslosenberatung.

Hier findet Europa nicht in Brüssel statt, sondern in München Giesing, in Ramersdorf und am Innsbrucker Ring.

Angesprochen wird hier das ESF Förderprogramm http://www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/staedtebau-foerderung/soziale-stadt-biwaq/biwaq-bildung-wirtschaft-arbeit-im-quartier/
Was ist der ESF?
Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Förderung der Beschäftigung in Europa. Er verbessert den Zugang zu besseren Arbeitsplätzen, bietet Qualifizierung und unterstützt die soziale Integration. Der ESF macht Europa in Deutschland erlebbar.
Link—->DER ESF IN DEUTSCHLAND (2014-2020)

Wie wollen wir leben?

[Zitat  aus Sahra Wagenknecht: Reichtum ohne Gier, S 13]

Wollen wir wirklich so leben wie wir leben? Wollen wir eine Gesellschaft, in der immer rücksichtsloser der Ellenbogen zum Einsatz kommt, weil jedem jederzeit die Angst im Nacken sitzt, schlimmstenfalls selbst abzustürzen und sich ins graue Heer der Verlierer einreihen zu müssen?

Ein Heer aus dem es allzu oft keine Rückkehr gibt . Wollen wir, dass Unsicherheit und Zukunftssorgen unseren Alltag bestimmen und uns das auch noch als neue Freiheit verkauft wird?

Und wenn wir es nicht wollen, warum wehren wir uns dann nicht? Warum nehmen wir so vieles hin – so viele Zumutungen, so viele Demütigungen, all die Heuchelei, die wir durchschauen, die vielen Lügen, von denen wir wissen, dass es Lügen sind?

Warum akzeptieren wir ein Leben, das deutlich schlechter ist, als es mit den heutigen technologischen Möglichkeiten bei einigermaßen gerechter Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums sein könnte? Wir haben doch dieses eine Leben.

Finden wir es wirklich normal, dass die Mehrheit unter wachsendem Druck dafür kämpfen muss, ihren Lebensstandard auch nur zu halten, während wenige auf immer moderneren Yachten durch die Weltmeere schippern? Warum finden wir uns damit ab, dass sich trotz allgemeinen Wahlrechts immer wieder eine Politik durchsetzt, die im besten Fall die Interessen der oberen 10%, oft sogar nur die der reichsten ein Prozent verdient?

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